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Die Suchtforschungsstelle
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Sie fragen - Wir antwortenEntzugIch bin suchtkrank und möchte „clean“ werden. Wie läuft ein Entzug ab? Hepatitis CWie wird Hepatitis C übertragen? Gibt es eine Behandlungsmöglichkeit für Hepatitis C, wenn ich substituiert bin? Ich weiß nicht ob ich mich mit Hepatitis C angesteckt habe. Wie kann es festgestellt werden? NikotinIch bin seit vielen Jahren nikotinabhängig. Was kann ich tun? Schwangerschaft und SuchtIch bin suchtkrank und schwanger. Wohin kann ich mich wenden? Was für Auswirkungen haben Opiate auf meine Schwangerschaft und was passiert mit meinem Kind? Wird mein Kind nach der Geburt einen Entzug haben? Was passiert, wenn mein Kind einen Entzug hat? SuchtSind manche Menschen prädispositioniert zur Sucht? Gibt es ein Sucht-Gen? Kann es sein, dass Schlaftabletten süchtig machen? Fragen und AntwortenEntzugIch bin suchtkrank und möchte „clean“ werden. Wie läuft ein Entzug ab?
Der Wunsch, schnell clean zu werden ist oft der Wunsch des Patienten/ der Patientin und der Angehörigen. Diese Möglichkeit der Behandlung sollte mit einem Arzt besprochen und auch unter ärztlicher Leitung durchgeführt werden. Im Vordergrund steht die Stabilisierung des Patienten/ der Patientin.
Eine Entzugsbehandlung kann stationär oder ambulant durchgeführt werden. Ein Entzug wird durch Gabe von Opioiden in sinkender Dosierung durchgeführt – meist wird aber eine Erhaltungstherapie, zum Beispiel mit Methadon oder anderen Opioiden empfohlen. zurück zu den Fragen Hepatitis CWie wird Hepatitis C übertragen?
Das Hepatits-C Virus wird häufig durch intravenösen Drogenkonsum übertragen (Spritzentausch). Das Virus wird durch Blut-Blut Kontakte übertragen. Das Virus wird nur sehr selten beim Geschlechtsverkehr übertragen. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Infektion mit dem Virus und dem ersten Auftreten von Symptomen) beträgt zwei bis zwölf Wochen.
zurück zu den Fragen Gibt es eine Behandlungsmöglichkeit für Hepatitis C, wenn ich substituiert bin?
PatientInnen, die sich in einer Erhaltungstherapie befinden (z.Bsp. mit Methadon) können eine entsprechende antivirale Therapie erhalten. Wenn keine Kontraindikationen gegen die Behandlung vorliegen (z.B.: Schwangerschaft), ist die Kombination aus pegyliertem Interferon und Ribavirin Therapiestandard. An der Suchtambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie kann Hepatitis-C Therapie bei PatientInnen während der Substitution durchgeführt werden.
Kontakt: Dr. Nina Ebner Email: nina.ebner@meduniwien.ac.at Telefon: 01-40400-3547 zurück zu den Fragen Ich weiß nicht ob ich mich mit Hepatitis C angesteckt habe. Wie kann es festgestellt werden?
Um eine akute Infektion mit Hepatitis C feststellen zu können, wird Blut abgenommen, um unter anderem die Leberwerte zu bestimmen und es wird ein Ultraschall durchgeführt, um Leberschäden ausschließen zu können.
Durch ein diagnostisches Fenster kann der Test auf Hepatitis C Viren bei einer akuten Hepatitis C am Anfang noch negativ sein. In diesem Fall wird die Infektion durch eine PCR, um die Virus-RNA zu bestimmen, gesichert. Bei einer chronischen Hepatitis C ist eine mindestens 6 Monate lange Kontrollperiode notwendig. Es wird wie bei einer akuten Hepatitis Blut abgenommen, um eine mögliche Erhöhung der Leberwerte festzustellen. Sind positive Antikörper gegen das Hepatitis-C Virus im Blut nachzuweisen, ist die Bestimmung der Hepatitis-C- RNA im Serum notwendig (Blutabnahme). Die Bestimmung des Genotyps und die Bestimmung der Viruslast sind für die Therapieentscheidung notwendig. zurück zu den Fragen NikotinIch bin seit vielen Jahren nikotinabhängig. Was kann ich tun?
Eine Nikotinersatztherapie mit Nikotinpflastern kann durchgeführt werden. Andere Möglichkeiten sind Nikotinkaugummis oder Inhalatoren. Es ist auch eine medikamentöse Therapie mit Zyban® (Bupropion) eine Option. Bald kommt das neue Medikament Champix® (Varenicline) auf den Markt. Alle diese Möglichkeiten sind in Kombination mit einer verhaltensmodifizierenden Therapie speziell erfolgreich.
Für eine Nikotinentwöhnungstherapie haben Sie die Möglichkeit, sich direkt mit der Suchtambulant in Verbindung zu setzen: suchttherapie@meduniwien.ac.at zurück zu den Fragen Schwangerschaft und SuchtIch bin suchtkrank und schwanger. Wohin kann ich mich wenden?
In Wien gibt es an der Universitätsklinik für Psychiatrie eine Spezialambulanz für opioidabhängige schwangere Frauen. Ein erfahrenenes Team bestehend aus ÄrztInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, Pflegepersonal und einer Apothekerin betreut Frauen in der Schwangerschaft und darüber hinaus nach dem neuesten Stand der Wissenschaft. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Gynäkologie und Kinderheilkunde.
Ambulanzzeiten sind Mo-Fr 8-10 Uhr. Telefon: 01-40400-3547 zurück zu den Fragen Was für Auswirkungen haben Opiate auf meine Schwangerschaft und was passiert mit meinem Kind?
Die Standardtherapie der Opiatabhängigkeit stellt die Erhaltungstherapie mit Medikamenten dar. Diese können beim Neugeborenen aber auch nach der Geburt einen Entzug verursachen. Dieser wird durch Kinderärzte genau beobachtet und falls notwendig mit Morphintropfen behandelt.
Vorrangiges Ziel in der Therapie während der Schwangerschaft ist eine Stabilisierung der Patientin mittels entsprechender Erhaltungstherapie, um ein permanentes An -und Abfluten des Plasmaspiegels (intravenöser Konsum), das zu Frühgeburtlichkeit und einer hohen Säuglingssterblichkeit führen kann, zu verhindern. zurück zu den Fragen Wird mein Kind nach der Geburt einen Entzug haben? Was passiert, wenn mein Kind einen Entzug hat?
70-85% der Neugeborenen weisen nach der Geburt einen Entzug auf.
Das Neontale Abstinenz Syndrom (NAS) ist durch unterschiedliche Symptome gekennzeichnet – wie zum Beispiel: schrilles Schreien, Schwitzen, Fieber, Erbrechen, Durchfall. Das NAS tritt je nach Substanz, die in der Schwangerschaft eingenommen wurde, zwischen 24-72 Stunden nach der Geburt ein Das Kind wird nach der Geburt alle 4 Stunden genau untersucht, um einen möglichen Entzug festzustellen. Sollte eine Behandlung notwendig sein, werden dem Kind Medikamente zur Behandlung des Entzugs verabreicht. Das Kind kann nach erfolgter Behandlung nach Hause entlassen werden. zurück zu den Fragen Wird das Hepatitis-C Virus in der Schwangerschaft beziehungsweise bei der Geburt auf mein Kind übertragen?
Eine Übertragung des Hepatitis C Virus während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist selten. Das Stillen des Neugeborenen ist auch für Mütter, die mit Hepatitis C infiziert sind, möglich, jedoch eine individuelle Entscheidung des Arztes.
zurück zu den Fragen SuchtSind manche Menschen prädispositioniert zur Sucht? Gibt es ein Sucht-Gen?
Sucht ist eine multifaktorielle Erkrankung. Das bedeutet, dass verschiedene Einflüsse (zum Beispiel der Einfluß von Peer-Gruppen, frühkindliche Traumatisierungen) an der Entstehung einer Abhängigkeit beteiligt sind.
Es gibt Hinweise auf eine genetische Prädisposition und Studien, die diesen Aspekt der Suchtentstehung untersuchen. Bei der Alkoholabhängigkeit gibt es Hinweise auf eine starke genetische Beteiligung an der Entstehung einer Abhängigkeit. Jedoch sollte darauf hingewiesen werden, dass das Gen allein nicht unbedingt bewirkt, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens alkoholabhängig wird. zurück zu den Fragen Kann es sein, dass Schlaftabletten süchtig machen?
"Mein Hausarzt verschreibt mir seit einiger Zeit Benzodiazepine gegen meine Schlafstörungen. Vor ein paar Tagen wollte ich sie absetzen, habe es aber nicht geschafft."
Benzodiazepine werden unter anderem bei Schlafstörungen therapeutisch eingesetzt. Eine regelmäßige Einnahme kann zu einer Abhängigkeit führen. Es kann eine psychische (Verlangen, eine Substanz einzunehmen) und physische Abhängigkeit (Dosissteigerung, Entzugsbeschwerden) auftreten. Die Grenzen sind fließend. Die Abhängigkeit von einer psychoaktiven Substanz wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO beschrieben als ein Kontrollverlust bezüglich des Konsums der Substanz begleitet von einer Toleranzentwicklung, die sich durch Dosissteigerung und Entzugsbeschwerden äußert. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Eine Langzeittherapie mit Benzodiazepinen ist nicht zu empfehlen. zurück zu den Fragen |
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